Gründe für die Anordnung einer Testamentsvollstreckung

Folgende Gründe sind für die Anordnung einer Testamentsvollstreckung entscheidend:

  • Der Erblasserwille wird über den Tod hinaus durchgesetzt.
  • Sicherung der Unternehmensnachfolge, z. B. bis der Enkel den Betrieb übernehmen kann.
  • Schutz eines geschäftlich unerfahrenen oder minderjährigen Erben.
  • Schutz des Nachlasses vor Gläubigern der Erben.
  • Der Schutz einer vom Erblasser angeordneten Nacherbschaft sowie die Erfüllung von Vermächtnissen und Auflagen werden sichergestellt. Auf den guten Willen der Erben ist man nicht angewiesen.
  • Vereinfachung und Sicherstellung der Nachlassabwicklung (Streitvermeidung).
  • Finanzielle Absicherung der Familie.
  • Patchwork-Familienstrukturen: Sie ergeben sich heute häufig bei zwei oder mehr ehelichen oder nicht ehelichen Beziehungen; hier liegt die Gefahr auf der Hand, dass bei unvorhergesehener Versterbereihenfolge das Vermögen in den “falschen” Stamm abwandert.
  • Immer weniger, oftmals ganz fehlende Abkömmlinge.
  • Der Erblasser kann die Erteilung 30 Jahre lang ganz oder teilweise ausschließen.
  • Versorgung behinderter Abkömmlinge (Behindertentestament).

Der Erblasser kann die Art der Testamentsvollstreckung frei festlegen:

  • Auflagen und Weisungen erteilen,
  • die Dauer der Testamentsvollstreckung bestimmen,
  • die Errichtung einer Stiftung anordnen.
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